Home > Dresdner > Mensch Dresden! Raphael | Plauen

Mensch Dresden! Raphael | Plauen

Raphael ist vor sechs Jahren nach Dresden gekommen und wohnt jetzt in Dresden-Plauen. | Foto: Christian Held
Raphael ist vor sechs Jahren nach Dresden gekommen und wohnt jetzt in Dresden-Plauen. | Foto: Christian Held

Raphael ist vor sechs Jahren nach Dresden gekommen und wohnt jetzt in Dresden-Plauen. | Foto: Christian Held

Ich treffe mich mit Raphael an einem Donnerstagmorgen vor der Arbeit. Es ist ein sehr kalter Morgen und er wartet bereits vor seiner Wohnung auf mich. Wir haben uns zum Interview verabredet und er möchte mir sein Viertel zeigen. Raphael ist vor 6 Jahren wegen eines geplanten Studiums nach Dresden gezogen. Seit dem hat ihn die Stadt in ihren Bann bezogen. Er genießt die Sommertage an der Elbe und wenn er dann noch mit seinem Rennrad unterwegs ist, kann er so richtig den Kopf frei bekommen. Raphaels Großer Traum ist es mit einem Katamaran auf große Weltreise zu gehen. Ohne Plan einfach losfahren und da hin Segeln „wo mich der Wind hinträgt“ das wäre schon grandios. Er sagt, jeder sollte Träume haben und diese auch verwirklichen. Zumindest sollte man es immer versuchen.

HEY DRESDEN: Wie war Dein Tag bis jetzt?

Raphael: Also bis jetzt war er relativ entspannt. Ich bin heute halb 8 aufgestanden, habe mit meiner total verschlafenen Freundin gefrühstückt, habe mich dann in mein Auto gesetzt und bin zu meiner Wohnung gefahren. Dann hab ich noch kurz mit meinem Mitbewohner gequatscht und jetzt sind wir hier beim Interview.  

Was macht Dresden für Dich aus?

Das ist eine sehr gute Frage die ich mir selber noch nicht gestellt habe. Ich bin nach Dresden gekommen mit der Absicht irgendwann noch mal hier zu studieren, habe mir aber erst einmal Arbeit gesucht. 2014 habe ich dann mein Studium begonnen also bin ich ja  doch schon eine ganze Weile hier (lacht). Mit der Zeit macht Dresden für mich aus, dass es die Elbe gibt und die Möglichkeiten, sich da zu tummeln. Das ist ja auch nicht selbstverständlich für eine Stadt. Ich mag auch die Altstadt. Mit anzusehen wie sie sich ständig weiter entwickelt, so dass vieles wieder nach altem Vorbild erbaut, wird fasziniert mich. Auf der anderen Seite ist die Neustadt, völliges Gegenteil zur Altstadt. Das habe ich so noch in keiner anderen Stadt erlebt. Genau diese Kontraste sind Einzigartig und gefallen mir an Dresden.    

Warum ausgerechnet Dresden und warum Plauen?

Zufall, da habe ich mir wirklich keine Gedanken darüber gemacht. Als ich hier her gekommen bin war ich erst in einer Mädels-WG in Dresden-Reick. Die löste sich dann aber auf, weil die Mädels fertig waren mit ihrem Studium. Und da war es Zeit sich nach etwas Neuem umsehen. Da ich aber keine eigene Wohnung haben wollte, habe ich dann wieder nach einer WG gesucht. Durch Zufall hat sich dann etwas in Plauen ergeben. Lustig war, dass ich, bevor ich hier her kam, in Plauen gearbeitet habe und in Zwickau aufgewachsen bin, also musste die Wohnung doch einfach passen. Und nach Dresden bin ich wie schon gesagt des Studiums wegen gekommen. Mein Ziel war eine der sächsischen Großstädte. Da erschien mir Dresden sehr passend.  

 

Raphael ist ein Typ, der gern draußen ist, von der Alt- wie auch Neustadt fasziniert ist und den man im Sommer an der Elbe beim Arbeiten beobachten kann. | Foto: Christian Held

Raphael ist ein Typ, der gern draußen ist, von der Alt- wie auch Neustadt fasziniert ist und den man im Sommer an der Elbe beim Arbeiten beobachten kann. | Foto: Christian Held

Wo fühlst Du dich am Wohlsten?

Also auf jeden Fall nicht bei mir in der Wohnung (lacht). Nicht weil ich mich allgemein in der Wohnung unwohl fühle, sondern weil ich eher den Drang nach draußen habe, um mich mit Freunden zu treffen. Ich liebe es an der Elbe zu sein, im Sommer bin ich da sehr viel. Dann setze ich mich auf die Wiese und arbeite. Oder du findest mich einfach in einem Sommergarten. Auch von hier kann ich arbeiten, die Leute beobachten und mit dem ein oder anderen ins Gespräch kommen.   

Was bringt Dich aus der Bahn?

Meine Toleranzlinie ist relativ hoch. Ich hatte aber schon die Situation, dass ich in einem Gespräch merkte meine Meinung wird nicht akzeptiert und nur mein Gegenüber hatte die Wahrheit auf seiner Seite. Ich muss die Menschen ja nicht von meiner Meinung überzeugen aber wenigsten toleriert sollte sie doch werden. Wenn da dann doch überhaupt kein Weg rein geht, bringt mich das dann aus der Bahn und ich fange an innerlich zu brodeln.   

Was ist Dein Motor, was treibt Dich an?

Positive wie auch negative Erlebnisse. Ich habe seit dem ich 14 Jahre alt bin Epilepsie, dadurch habe ich gezwungener Maßen gelernt mit Stress umzugehen. Es gibt einen Unterschied zwischen positiven und negativen Stress. Und ich denke ich kann ganz gut, auch in stressigen Situationen  das Positive finden. Und das gibt mir Energie.

Wenn Du für einen Tag August der Starke sein könntest, was würdest Du ändern?

Ich würde den Menschen, denen es nicht so gut geht wie mir, versuchen Möglichkeiten zu geben. Weniger weil ich es mir finanziell leisten kann sondern weil ich mir keine Sorgen machen zu brauche. Und diese Sorglosigkeit und Zufriedenheit würde ich auch andern gerne geben wollen.

   

Das könnte Dich auch interessieren
Skateparks in Dresden
Fit für den Sommer II – Jogginglaufstrecken in Dresden für Fortgeschrittene

Deine Meinung ist uns wichtig.

*