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Rückblick 2018 – Ausblick 2019


Ich habe mir angewöhnt, übers Jahr hinweg besondere Momente zu notieren und die gefalteten Papiere in einem Glas zu stecken. Kurz vor Silvester schütte ich es aus und breite all die schönen Erlebnisse vor mir aus. Oftmals denke ich beim Lesen „Achja, das war toll“ und manchmal erinnere ich mich schon beim Auffalten des Zettels ganz genau an die vergangene Situation mit all ihren Gefühlen. Ähnlich ging es auch den fünf jungen Dresdnern, die einen Rückblick auf 2018 oder einen Ausblick auf 2019 gewagt haben.

Was hast du dich 2018 zum ersten Mal getraut?

Elisa (30), Löbtau

„Vor wenigen Wochen habe ich mich mit „elevents.eu“ selbstständig gemacht. Schon im letzten Jahr wagte ich den Schritt aus der Festanstellung in ein dynamisches Startup-Team, das sich dem nachhaltigen Lebensmittelanbau verschrieben hat. Seither führt mein täglicher Arbeitsweg in den CoWorking-Space des Impact Hub Dresden, wo ich unheimlich viele Querdenker und Visionäre kennenlerne.

Über das breite Netzwerk zwischen Freelancern und Gründern hier und bei zahlreichen Veranstaltungen ergaben sich ringsherum allerhand Projekte. Die Chance so an unterschiedlichen Themen mitzuwirken, hat mich letztlich dazu bewogen mich auf eigene Beine zu stellen. Mit meiner Marke organisiere ich jetzt Events und unterstütze junge sowie mittelständische Unternehmen in der Marketingkonzeption. Zum Glück kann ich meiner Herzensangelegenheit, der zukunftsfähigen Landwirtschaft, auch weiterhin nachgehen.“

Elisa wagte 2018 den Schritt in die Selbstständigkeit | Bild: Romy Stein

Maria (38), Striesen

„Ich war das erste Mal in der Oper. Allerdings im Kino. Meine Freundin ist Gewandmeisterin und hat die Kostüme für die Metropolitan Opera gemacht. Als die Veranstaltung aus New York auf Dresdner Kinoleinwand übertragen wurde, haben wir´s miterlebt.

Außerdem habe ich erstmalig den Vorstandsvorsitz bei BPW, dem Business and Professional Women Club Dresden e.V., übernommen. Gleichstellung im Beruf ist mir als selbstständige Karriere- und Business-Coach ein großes Anliegen. In meiner Funktion sorge ich für Weiterbildung und Vernetzung berufstätiger Frauen.“

Maria erlebte ein Jahr der Premieren | Bild: Timo Ehrenberg-Drescher

Welche wichtige Erkenntnis hast du in diesem Jahr gewonnen?

Juliane (33), Lockwitz

Seit ich nach der Geburt meines inzwischen 3-jährigen Sohnes wieder in den Berufsalltag zurück kehrte, überlegte ich wie sich die Balance zwischen meinem Beruf, Nebenjob, Kind und der Familie herstellen lässt. Dabei war und ist mir wichtig, alle Schauplätze meines Alltags gut auszufüllen, ohne meine persönlichen Bedürfnisse hinten anzustellen.

Mitte des Jahres verkürzte ich meine Arbeitszeit etwas und gewann 3 Stunden pro Woche, die ich konsequent für Yoga oder Dinge nutze, die mir gut tun. Früher ärgerte ich mich, dass ich sie wegen des fehlenden Babysitters nicht realisieren konnte. Jetzt freue ich mich welche große Wirkung diese kleine Anpassung auf meine persönliche Lebensqualität hat. Die gewonnene Zeit hilft mir auch, den Alltag entspannter zu meistern.

Juliane fand 2018 einen Weg zu mehr Lebensqualität | Bild: Romy Stein

Welche Herausforderung hast du 2018 gemeistert und wie?

Monika (37), Hechtviertel

Die Herausforderung meinem Impuls zu folgen. Ich habe Psychologie studiert und später eine Ausbildung als Pantarei Approach – Körperpraktikerin gemacht. Obwohl ich diese Art der ganzheitlichen Körperarbeit wegen ihres positiven Ansatzes gern praktizieren wollte, blieb ich wegen meines finanziellen Sicherheitsbedürfnisses im sozialen Bereich als Psychologin tätig.

Als in diesem Jahr eine stressige Veränderung in meiner Stelle als fachliche Leiterin in einer kleinen Firma der Behindertenhilfe bevorstand, hatte ich sofort den Impuls „ohne mich“. Es war eine Herausforderung mich aus der Verpflichtung meines Berufs herauszunehmen, aber jetzt arbeite ich teilselbstständig als Körperpraktikerin. Dabei wird Gesprächs- und Körperarbeit unter dem Motto „sich kümmern, bevor es zu spät ist“ verbunden. Konkret kommen also Leute mit aktuellen Themen wie Veränderungen oder besonderen Erlebnissen zu mir und wir schauen wie wir das Medium Körper nutzen können, um das Geschehene gut zu “verdauen” und weiterzugehen. “Ausruhen” oder “neue Kraft tanken” können z.B. Ansatzpunkte sein.

Es kommen auch Menschen mit Veränderungswünschen oder Leute die körperliche Beschwerden haben, die sich neben der medizinischen Behandlung auch komplementär behandeln lassen wollen. Ich schaue also was im Leben der Person los ist und suche diese Qualitäten auch im Körper.

Monika folgte ihrem Impuls, obwohl es eine Herausforderung war | Bild: Romy Stein

Auf was freust du dich 2019 besonders?

Sebastian (36), Innere Altstadt

Ich freue mich ganz besonders auf den Sommer. Aktuell tüfteln wir in einem Geheimprojekt an Attraktionen und Erlebnissen, die auch im Sommer gut funktionieren. Ob uns das gelingt, ist das Spannendste daran.

Generell steht die Bunte Welt für freies Spiel. Beim Ausprobieren ist Fehler machen und Scheitern die beste Art, um Erkenntnisse zu gewinnen. Wir wollen die Dinge erfahrbar machen. All das steht im Sommer 2019 wie immer im Mittelpunkt. Neben dem jetzigen Publikum zwischen 1 und 99 Jahren, wollen wir mit neuen Modellen für Freizeitaktivitäten fokussiert auch Jugendliche neugierig machen, gedanklich abholen und Freude am Ausprobieren wecken.

Sebastian in den neuen Räumlichkeiten der Bunten Welt | Bild: Romy Stein

Informationen zum Autor

Romy (32) wollte schon als kleines Kind Schriftstellerin werden. Sie liebt das geschriebene Wort und möchte mit ihren eigenen etwas bewegen. Sie ist kommunikativ, beobachtet gern Menschen und findet deren Geschichten spannend. Zu hinterfragen und analysieren gehört zu ihren Spezialitäten. Dresden ist inzwischen seit 10 Jahren ihre Wahlheimat, dabei entdeckt sie immer wieder neue Ecken. Sie liebt die vielfältigen Möglichkeit der Großstadt...

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