Home > Dresdner > Cosplay – der japanische Karneval?

Cosplay – der japanische Karneval?

Christina als Juuzou Suzuya aus „Tokyo Ghoul“ als weibliche Interpretation. | Foto: privat

Vom 16. – 18. Februar 2018 geht die DresdenConvention DeDeCo in ihre siebte Runde. Ein Treffen von Anime- und Mangafans und Cosplayern. Fan dieser Serie ist Christina. Sie ist 24 und wohnt in Dresden-Niedersedlitz. Seit mehr als 10 Jahren ist Sie Animefan und Cosplayerin. Wir haben Sie in Ihre Welt begleitet.

Kurz zur Definition Cosplay: Einfach ausgedrückt ist Cosplay ein japanischer Verkleidungsstil. Es wird aus den englischen Wörtern „costume“ und „play“ zusammengesetzt. Durch Cosplay wird originalgetreu oder durch freie Interpretation ein Charakter dargestellt. Dabei spielt nicht nur die optische Umsetzung eine wichtige Rolle, sondern auch das Verhalten des Charakters ist für die Darstellung wichtig. Der Charakter oder die fiktive Figur stammt aus einem Anime, Manga, Comic, Film oder Computerspiel.

Seit der Kindheit großer Fan

„Ich bin schon als Kind ein großer Fan von Animes und Mangas gewesen. Auch über 10 Jahre später ist das nicht anders. Aber nur das anschauen oder lesen reichte mir nicht mehr. Ich wollte selbst in eine andere Rolle schlüpfen.“ Durch Cosplay kann Christina ihre Fantasie und ihre Leidenschaft miteinander verbinden und für ein paar Stunden einfach mal jemand anderes sein. Ihr Leben hat sich dadurch nicht grundlegend verändert.

An normalen Tagen ist sie Bürokauffrau und verbringt ihre Freizeit am liebsten mit reisen, japanisch kochen, Mangas zeichnen, tauchen oder treibt einfach Unfug mit ihren Freunden. „Ich denke, dass ich durch Cosplay kreativer und offener geworden bin. Ich komme mehr aus mir heraus und ich lerne dadurch viele neue Menschen mit gleichen Interessen kennen. Das ist toll.“ Es macht ihr einfach Spaß, sie verbindet mit Cosplay viele tolle Erfahrungen und Erinnerungen. „Die schönste Erinnerung ist von der DeDeCo letztes Jahr. Ich habe so viele unterschiedliche Leute gesehen und jeder hat setzt sein Cosplay anders um. Man bekommt mega viele Komplimente. Außerdem hatte ich die Chance viele zu fotografieren und wurde selbst zum Fotoobjekt.

Christina ist seit mehr als 10 Jahren Cosplayerin. Für Ihre Kostüme braucht sie schon mal bis zu einem halben Jahr. | Foto: privat

Bis zu 500 Euro für ein Kostüm

Zu ihrem täglichen Lifestyle ist es nicht geworden, da sie die meiste Zeit mit arbeiten oder ihrer Familie verbringt. „Um ehrlich zu sein ist es oft schwer an gute Cosplay Sachen zu kommen. Oft muss ich stundenlang recherchieren, um etwas passendes zu finden. Da ist der asiatische Markt um einiges „Cosplay“ freundlicher.“ Viele Sachen sind auch kein Schnäppchen, sagt sie, sodass es manchmal auch einfach sehr lange dauert um ein Cosplay fertig zu bekommen.

Da jedes Kostüm unterschiedlich ist, kann man die Kosten nicht verallgemeinern. Ihre Kostüme bestehen meist aus einer Wig (Perrücke), Make-up, Rock, Bluse, Schuhe, kleinere und größere Accessoires. „Je nachdem, welcher Charakter dargestellt werden soll und wie detailgetreu ist, geben viele zwischen 100 – 500€ aus. Ich halte es da eher individuell und nicht so detailgetreu, daher war mein teuerstes Kostüm bisher 70€. Kreativität, Arbeit und Geld ist gefordert, aber vor allem Zeit. Ein halbes Jahr war das längste bis sie ein komplettes Kostüm fertig hatte. Es ist das Kostüm des Charakters Juuzou Suzuya aus „Tokyo Ghoul“ als weibliche Interpretation (siehe Bilder).

Jedes Jahr zur DeDeCo

Klischees kennt sie keine. Es sei eher so, dass man sich allgemein im Bereich Anime und Manga an Klischees bedient. Zum Beispiel sind Cosplayer „Otakus“, so bezeichnet man deutsche Fans als Nerds. „Oft wird man einfach nur belächelt oder mit Aussagen wie: ‚Anime ist doch was für Kinder!‘ herabgestuft. Aber das macht mir nichts. Dafür habe ich an meinem Hobby zu viel Spaß und es kann sich ja jeder vom Gegenteil überzeugen.“ Für Otakuse, wie Christina, ist DeDeCo (DresdenConvention) vom 16. – 18.02.18 in der Börse Dresden, die beste Adresse. „Ich bin jedes Jahr mit dabei und trage immer ein anderes Cosplay.“ Ansonsten bietet der Veranstalter auch Fototouren und einen Cosplayball in Dresden an. Außerdem geht Christina regelmäßig zur AnimeNight ins Kino, die startet auch bald in unserer Stadt.

Christina ist eine echte Oktakus, also ein Nerd und ab Samstag auf der DeDeCo. | Foto: privat

DeDeConvention

16. – 18. 02.2018 – Börse Dresden, Messering 7, 01067 Dresden

Für Tickets checkt auch unser Facebookprofil!

Informationen zum Autor

Susann Hering ist Life Coach und Lifestyle Bloggerin (www.susann-hering.de). Ihre Vision ist es Menschen dabei zu unterstützen ihr volles Potenzial zu leben, ihrem Seelenplan zu folgen und ihre optimale individuelle Ernährung zu finden. Dafür wirkt sie nicht nur in Dresden, sondern auch international in Österreich und der Schweiz via Skype oder den sozialen Medien. Sie inspiriert dich bei YouTube, Facebook, Instagram und auf ihrem Blog.

Ihr Blog www.susann-hering.de ist gefüllt mit Themen rundum moderne Spiritualität, das Unterbewusstsein, Susanns Erlebnissen im Coaching, viel über einen gesunden Lifestyle und einfache Rezepte.

Susann bei YouTube
Susann bei Facebook
Susann bei Instagram

http://susann-hering.de

Deine Meinung ist uns wichtig.

*