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Auf den Spuren der Fahrzeuge unserer Eltern

Wer den Geschichten seiner Eltern aus deren Jugendzeit lauscht, wird an einem Thema nicht vorbeikommen: Die Fortbewegung mit der MZ. Die Motorräder aus Zschopau waren damals der Knaller – Exportschlager und unverwüstlicher Alltagsbegleiter. Jetzt widmet das Verkehrsmuseum Dresden ihnen eine Ausstellung unter dem Titel „Trophys & Trophäen: MZ-Motorräder aus Sachsen 1952 – 2005“.

MZ-Motorräder im Verkehrsmuseum Dresden | Foto: F. Sommer

Zschopau gilt als Wiege und Hochburg des Motorradbaus in Deutschland, zeitweise war es die größte Motorradfabrik der Welt. Die Motorräder der Marke MZ – von ihren Fans liebevoll „Emme“ genannt – waren nicht nur in der DDR äußerst beliebt, sondern auch wahre Exportschlager. Dennoch meldete das Unternehmen 1991 Konkurs an und produzierte seitdem dank eines malaysischen Investors weiter. Die Produktion des einstigen Exporthelden wurde 2008 endgültig beendet.

Jede Menge Einzelteile – Bei der Ausstellung „Trophys & Trophäen: MZ-Motorräder aus Sachsen 1952 – 2005“ | Foto: F. Sommer

Die Zweitakter waren einst viel unterwegs: in mehr als 100 Ländern rollten sie auf der Straße und waren selbst im Rennsport nicht wegzudenken. „Die meisten MZs sind heute noch in Kuba angemeldet“, sagt Joachim Breuninger, Geschäftsführer des Verkehrsmuseums. Die MZ war zwischen 1957 und 1973 führend im deutschen Motorradrennsport der Hubraumklasse 125 ccm, 250 ccm und 350 ccm. Und diese Geschichte wird bis zum 6. August im Verkehrsmuseum lebendig. 30 Baureihen und verschiedene Sonderausführungen sind zu sehen, aber auch Sondermodelle aus dem Staatsdienst zwischen 1950 und 2005. Eine umfangreiche Sammlung an Bildmaterial und Filmen über die Geschichte der MZ. Zahlreiche historische Dokumente zu den Maschinen erinnern an das Kramen in Omas Dokumententasche. Vor allem die Eltern der jüngeren Generation werden ihren Kindern tolle Geschichten erzählen können, die den Museumsbesuch zu einem ganz persönlichen Erlebnis machen werden.

Einmal monatlich bietet der Kurator der Ausstellung, Thomas Giesel, eine kostenlose Führung an. Diese finden am 18. Februar, 18. März, 22. April, 13. Mai, 24. Juni, 15. Juli und 6. August statt. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Weitere Informationen unter: www.verkehrsmuseum-dresden.de.

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