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5 Fragen an … PORTASH

In Dresdens Proberäumen wird gesungen, gejammt und gespielt. Trotzdem hört man nicht soviel aus der Musikbranche der Stadt an der Elbe. Sucht man nach bekannten Bands aus Dresden, weiß selbst das Internet nur wenige Antworten. Wir freuen uns umso mehr, heute eine Interview mit der Band Portash führen zu dürfen, die zwar noch nicht in der Top10 wohl aber auf Dresdner Bühnen zu sehen war.

Für welche Musik steht PORTASH?

Aber first things first. PORTASH das sind DARK POP ANTHEMS, glaubt man der Überschrift auf ihren Albumseiten. Und ja, das Layout des Covers kommt düster daher. Aber würde man die Musik mit der Beschreibung stehen lassen, täte man ihr Unrecht. Denn da hört man neben der markanten Sängerstimme von Stian Shiver und den Synthiesounds von Dan Stard auch noch weitere vielschichtige Facetten die den Sound von PORTASH wiedererkennbar aber nicht beliebig machen. Diesen Reiz erkannte bereits 2007 Marsheaux, ein Synthie-Pop-Duo, welches den Song „A Dark City`s Night“ remixte.

Und auch im neuen Album „Launching the Rockets“ wird mit Augenmaß inszeniert, nichts für Ohren die leichte Musikkost gewohnt sind. Texte mit Tiefgang, Arrangements welche Gitarre und Synthiesound mit Feingefühl kombinieren. Fast wie ein komplexes musikalisches Rezept, immer mit einer Prise Melancholie aber auch einem gewissen Standing gewürzt.

Seit dem Jahr 2004 musizieren Dan Stard, Stian Shiver und das inoffizielle dritte Mitglied Rüdiger Illg gemeinsam in Dresden. Kurz vor Weihnachten brachte die Band nach sage und schreibe sieben Jahren Aufnahmezeit ihr drittes Album raus. Wir fragen nach:

5 Fragen an… PORTASH

Welche Entwicklung habt ihr vom letzten Album zu „Launching the Rockets musikalisch durchgemacht?“

Von Anfang an war unser Konzept, Synthiepop mit so wenig Synthesizern wie nur möglich zu fabrizieren, um einen möglichst organischen Sound zu erschaffen. Und diesen ursprünglich eingeschlagenen Weg haben wir auf dem Weg zum zweiten Album weiter verfolgt. Auf Launching The Rockets gibt es Live-Schlagzeug, fast nur akustische Bässe, natürlich jede Menge elektrische und akustische Gitarren und sogar ein wunderbares Violinensolo eines ukrainischen Geigers zu hören.

Sieben Jahre Aufnahmezeit – Das ist ungewöhnlich lang. Wie kam es dazu?

Nun, wir sind keine Berufsmusiker und es fehlt uns schlicht und einfach die Zeit, schneller ein Album aufzunehmen. Dazu kam eine fast dreijährige Pause im Aufnahmeprozess aus privaten Gründen. Es stand lange Zeit in den Sternen, ob dieses Album überhaupt jemals das Licht der Welt erblicken würde. Wir sind aber überglücklich, dass es nun doch fertig geworden und erschienen ist. Da stecken mittlerweile auch so viele Erinnerungen drin, im Grunde ist LTR unser ganz persönliches Tagebuch der letzten 10 Jahre.

Welche Einflüsse kann man auf dem Album hören? (Bands, Erlebnisse…)

Musikalisch haben wir uns sicher nicht extrem verändert. Wie schon gesagt, wir haben unser Grundkonzept weiter verfeinert und da spielt sicher auch der eine oder andere Künstler rein, den wir so hören. Textlich sind jetzt mehr politische Themen und ein erweiterter Blick auf das Leben im Allgemeinen dabei. Was eben das Alter so mit sich bringt 😉

Kann man euch im Jahr 2019 live erleben? Wenn ja wo?

Nein, wir planen aktuell keine Konzerte. Das hängt mit dem vorhin schon beschriebenen Zeitproblem zusammen. Wir haben beim ersten Album einige Konzerte gespielt, die zwar unheimlich Spaß gemacht haben, aber eben auch sehr aufwändig waren.

Wenn ihr euch einen Künstler aussuchen könntet, mit dem ihr spielen dürft, wer wäre das?

Da fällt uns spontan kein bekannter Künstler ein. Wir arbeiten ja immer mit wechselnden Gastmusikern zusammen. Das wollen wir auch beibehalten und freuen uns da auf jede neue Idee und Nuance, die zur Tür hereinspaziert kommt. Bei großen Künstlern wäre der Erwartungsdruck sicher höher als das, was dann am Ende rauskommt.

Danke für deine Fragen und das Interesse an unserer Musik. Grüße an alle Leser – hört doch einfach mal rein bei den bekannten Streaming- und Download-Portalen und gebt uns gern Feedback.

Infos und Links zur Musik von PORTASH findet ihr hier: PORTASH Website

Vielen Dank

Informationen zum Autor

Sue ist neugierig, Dresdnerin und viel unterwegs: im Netz, in Dresden, in der Umgebung und überhaupt. Am allerliebsten berichtet sie hier von eigenen Erfahrungen mit ihrer kleinen Familie oder Beobachtungen aus Ihrem Alltag.

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