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TU Dresden sucht Menschen mit Spinnenphobie

Weltweit eine der meist verbreitesten Phobien – die Spinnenphobie. | Foto: pixabay/lichtpuenktchen

Die TU Dresden untersucht in einer neuen Studie Menschen mit Spinnenphobie. Dafür sucht das Team noch rund 70 freiwillge Teilnehmer. Neben einer kleinen Aufwandsentschädigung gibt es auch ein kostenfreies Angebot für eine Therapie.

Kaum einer mag Spinnen

Allein schon bei dem Gedanken an Spinnen stehen vielen Menschen die Haare zu Berge. Die Spinnenangst gehört zu den weltweit am häufigsten auftretenden spezifischen Phobien. Sie entsteht bei vielen Menschen bereits im Kindesalter und schränkt die betroffenen Personen häufig stark in ihrem Alltag ein. Orte, an denen sich die achtbeinigen Tiere gern aufhalten, wie Keller, Gärten oder Wälder, werden gemieden; die Lebensqualität ist stark beeinträchtigt. Allerdings suchen sich nur wenige Betroffene deswegen professionelle Hilfe, obwohl es wirksame und effiziente Behandlungsansätze gibt.

Studie untersucht Selbstkontrollmechanismen

Ein Team von Wissenschaftlern der TU Dresden beschäftigt sich derzeit insbesondere mit den Selbstkontrollmechanismen bei Spinnenangst und möchte im Rahmen einer Studie den Betroffenen helfen, die Angst zu überwinden. Anhand von Fragebögen, Computerexperimenten und MRT-Messungen ermitteln die Experten bei den Teilnehmern die individuellen Hintergründe des Vermeidungsverhaltens.

Manche Menschen können mit einer Spinne im Raum nicht einmal in Ruhe schlafen. Solche Ängste untersucht das Team nun an der TU Dresden. | Foto: pixabay/flockine

Therapieangebot an Studienteilnehmer

Die Personen mit diagnostizierter Spinnenangst bekommen im Anschluss die Möglichkeit, an einer kostenlosen, circa dreistündigen Therapiesitzung teilzunehmen. Die Therapie basiert auf der Idee der Konfrontation und hat sich bereits in vielen Studien als sehr wirksam erwiesen. Während der Konfrontation bestimmt der Teilnehmer selbst das Tempo und die Schritte, welche durchlaufen werden sollen. Der Therapeut handelt immer ausschließlich nach Absprache mit dem Teilnehmer.

Keine Spinne ist umsonst

Zusätzlich zu der Möglichkeit einer kostenlosen Therapiesitzung erhalten die Teilnehmer eine finanzielle Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an den studienbezogenen Untersuchungen sowie ein MRT-Bild des eigenen Gehirns.

Spinnen bauen wunderschönes und sind extrem wichtig, nur unsere inneren Ängste sehen das anders. Deshalb bietet das Team der TU Dresden im Rahmen der Studie eine Therapie gegen Spinnenphobie an. | Foto: pixabay/traphitho

Wer mitmachen möchte trägt sich online ein

Alle die ihre Spinnenphobie in den Griff bekommen möchten oder dem Team der TU dabei helfen möchte, neue Erkenntnisse über diese Ängste zu erfahren, kann sich einfach online anmelden – LINK.

Informationen zum Autor

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