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Nobelpreisträger in Dresden

Bereits zum dritten Mal wird die Vortragsreihe „Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden“ durchgeführt. | Foto: TUD
Bereits zum dritten Mal wird die Vortragsreihe „Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden“ durchgeführt. | Foto: TUD

Bereits zum dritten Mal wird die Vortragsreihe „Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden“ durchgeführt. | Foto: TUD

Zum dritten Mal kommt die Vortragsreihe „Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden“ in die Hauptstadt. Den Beginn macht am 11. April Physik Nobelpreisträger Klaus von Klitzing.

Eingesperrte Lichtteilchen, abnehmende Kilos und molekulare Motoren für Spritztouren durch den Körper – diesen Themen widmen sich drei Nobelpreisträger in der öffentlichen Vortragsreihe »Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden« 2018. Organisiert durch den Bereich Mathematik und Naturwissenschaften bringt die erfolgreiche Veranstaltungsreihe im nunmehr dritten Jahr in Folge Nobelpreisträger an die TU Dresden. Am 11. und 18. April sowie am 27. Juni jeweils ab 19 Uhr im Audimax (Hörsaalzentrum) teilen Stockholmer Laureaten für je 60 Minuten ihre preisgekrönten und aktuellen Forschungsprojekte mit allen Interessierten –
und mit ihnen den Geist des Nobelpreises!

Nobelpreisträger Klaus von Klitzing macht den Anfang

Klaus von Klitzing hat 1985 den Nobelpreis in Physik erhalten. | Foto: Max Planck Gesellschaft/Klaus Mellenthin

Klaus von Klitzing hat 1985 den Nobelpreis in Physik erhalten. | Foto: Max Planck Gesellschaft/Klaus Mellenthin

Einem Kilogramm bei Paris widmet sich am 11. April Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing in seinem Vortrag: »Ein neues Kilogramm im nächsten Jahr und was das mit meinem Nobelpreis zu tun hat«. Die Auszeichnung erhielt der Direktor des Max-Planck- Instituts für Festkörperforschung (Stuttgart) 1985 für die Entdeckung des Quanten-Hall- Effekts: Bei tiefen Temperaturen und starken Magnetfeldern tritt in stromdurchflossenen Halbleiter-Strukturen eine Hall-Spannung auf, die sich nicht kontinuierlich, sondern stufenförmig ändert – gemäß der nunmehr sogenannten »von-Klitzing- Konstante«. Aber: Was hat dies mit dem Urkilogramm zu tun, das in seinem Pariser Aufbewahrungsort langsam zerfällt? Von Klitzing bringt Erkenntnisse des Mikrokosmos für jedermann in den Hörsaal.

Kleine Autos in unseren Körpern

Ben Feringa hat 2016 den Nobelpreis in Medizin erhalten. | Foto: © Nobel Media AB/ Pi Frisk

Ben Feringa hat 2016 den Nobelpreis in Medizin erhalten. | Foto: © Nobel Media AB/ Pi Frisk

Auf molekulare Spritztour geht es am 18. April mit Chemiker Ben Feringa in seinem Vortrag »The Art of Building Small«. 1999 baute der niederländische Forscher mit seinem Team an der Universität von Groningen das erste lichtbetriebene Mikro-Auto aus einigen wenigen Molekülen. Einsatz können die molekularen Motoren im menschlichen Körper finden, beispielsweise im Aufbau von Muskelelementen oder Mikromaschinen – ebenso als Transportmittel für Medizin. 2016 erhielt Feringa gemeinsam mit Jean-Pierre Sauvage und Fraser Stoddart für diese Errungenschaft, »das Design und die Synthese von molekularen Maschinen«, den Chemie-Nobelpreis.

Am 27. Juni wird Physiknobelpreisträger Serge Haroche einen Vortrag an der TU Dresden halten. | Foto: © Nobel Media AB 2012/Alex Ljungdahl

Am 27. Juni wird Physiknobelpreisträger Serge Haroche einen Vortrag an der TU Dresden halten. | Foto: © Nobel Media AB 2012/Alex Ljungdahl

Serge Haroche teilt am 27. Juni seine Einsichten in die Wechselwirkungen von Licht und Materie im Vortrag »Quantum information experiments with Rydberg atoms: from fundamental tests to applications«. Ein kleines Lichtteilchen – ein Photon – sperrte der Physiker in eine verspiegelte Kiste, um quantenmechanische Auswirkungen bei der Kollision von Licht und Materie zu untersuchen. Für ihr raffiniertes Experiment an der École normale supérieure in Paris und ihre quantenmechanischen Entdeckungen erhielten Haroche und David Wineland 2012 den Physik-Nobelpreis.

Alle an »Nobel-Wissenschaft« Interessierten sind zu den öffentlichen Vorträgen herzlich willkommen. Um verbindliche Anmeldung zur jeweiligen Veranstaltung wird gebeten unter tu-dresden.de/mn/nobel

Quelle: TU Dresden

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