Mülltrennung oder Müllvermeidung

Keine Maschine dieser Welt kann die rein gedrückten Deckel entfernen. | Foto: Susann Hering
Keine Maschine dieser Welt kann die rein gedrückten Deckel entfernen. | Foto: Susann Hering
Von Redaktion

Bei der #zerowaste-Serie geht es um das Thema keinen Müll mehr zu produzieren. Aber kannst du auch etwas für die Umwelt tun, wenn dir der Umstieg auf diesen Lifestyle noch zu radikal erscheint? Natürlich kannst du das. Ich zeige dir, wie es geht.

Wie isst du deinen Joghurt?

Das Plastikmüll in den gelben Sack gehört, wissen wir alle. Setzen viele von uns auch so um. Wo sollte da jetzt das Problem sein? Die Dresdner Stadtreinigung gibt uns dazu folgenden Tipp: „Es ist sehr hilfreich, die Aludeckel von Joghurtbechern, Frischkäsebechern u.ä. abzutrennen und lose in den Müll zu werfen.“

Aber wozu der Aufwand? Ganz einfach, die Deckel sind aus Aluminium und die Becher aus Plastik. Es gehört zwar beides in den gleichen Müll (gelber Sack), aber keine Maschine dieser Welt kann die rein gedrückten Deckel abziehen. Zusätzlicher Aufwand also! Nicht für uns, sondern für unsere Stadtreinigung. Die Entsorgung bzw. Mülltrennung dauert also viel länger und wird dadurch
mindestens 2x angefasst.

Pfandflaschen – mehr Recycling geht nicht

Auch wenn diese aus Plastik bestehen und du einige Minuten vor dem Pfandflaschenautomaten stehst, wenn du sie in zurückbringst. Schließlich bekommst du ja für diese auch etwas Geld zurück. Müllvermeidung abgeschlossen, wirst du dir denken. Aber auch hier kannst du noch etwas für die Umwelt tun. Ähnlich, wie bei den Aludeckeln deiner Joghurtbecher, bestehen die Deckel aus Polypropylen (PP) oder aus HDPE, was ein Kunststoff ist. Die Flasche wiederum besteht aus Polyethylenterephthalat, kurz PET, was auch ein Kunststoff ist, aber anders entsorgt wird. Was genau sollst du jetzt tun? Trenne die Flasche vom Deckel. Die Flasche kommt, wie gewohnt, in den Automaten, aus den Deckeln bastelst du der Oma ein schönes Andenken. Nein Spaß. Dafür gibt es verschiedene Aktionen und Abgabestellen. In Dresden findest du dafür eine Lagerstelle.

Trenne den Deckel von der Pfandflasche. Flasche in den Pfandautomaten, Deckel zur Lagerstelle. | Foto: Susann Hering

Trenne den Deckel von der Pfandflasche. Flasche in den Pfandautomaten, Deckel zur Lagerstelle. | Foto: Susann Hering

  • CSW – Christliches Sozialwerk gemeinnützige GmbH WfbM St. Josef – Anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen -. Mügelner Straße 27 01237 Dresden.

Die Deckel werden gesammelt für das Projekt „Deckel gegen Polio“ (www.deckel-gegen-polio.de). 1Kg (ca. 300 Deckel) entspricht 1 Impfung für bedürftige Menschen in der 3. Welt. Bisher gibt es diese „Annahmestelle“ nur für Schulen und Firmen. HEY DRESDEN Leser dürfen große Säcke auch abgeben. Sobald es einen Einwurfcontainer für Privatpersonen gibt, informiere ich euch darüber. Die Inspiration habe ich nun schon mal gesät.

„Gemeinsam können wir mehr erreichen und die Umwelt ein Stückchen heiler machen.“

Die Umwelt sagt „Danke“ für Papiertüte und Plastikvermeidung. | Foto: pixabay.com/Mariska777

Die Umwelt sagt „Danke“ für Papiertüte und Plastikvermeidung. | Foto: pixabay.com/Mariska777

Muss es immer eine Tüte sein?

Und was du in jedem Falle immer tun kannst, ist eine wiederverwendbare Einkaufstüte aus Stoff zu benutzen und Papiertüten für dein Obst und Gemüse zu verwenden.

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