Wer heutzutage durch einen gut sortierten Tierbedarf-Shop stöbert, stolpert unweigerlich über kleine Fläschchen mit grünem Etikett: CBD-Öl für Tiere. Was vor einigen Jahren noch wie ein Nischenprodukt wirkte, ist mittlerweile fest in der Tierhalter-Community angekommen – und das nicht ohne Grund.

Was ist CBD überhaupt?

CBD (Cannabidiol) ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Hanfpflanze – einer von über 140 sogenannten Cannabinoiden. Anders als das bekannte THC ist CBD nicht psychoaktiv: Es macht weder Mensch noch Tier „high“. In hochwertigen Produkten wird THC zudem gezielt herausgefiltert oder auf nicht nachweisbare Mengen reduziert.

Was Tierbesitzer besonders interessiert: Tiere haben wie Menschen ein Endocannabinoid-System – ein körpereigenes Netzwerk aus Rezeptoren, das Gegenstand intensiver Grundlagenforschung ist. Wie genau externe Pflanzenstoffe wie CBD damit interagieren, wird derzeit weltweit untersucht.

Was sagt die Forschung?

Die Studienlage ist noch jung – aber sie wächst. Belastbare klinische Aussagen lassen sich heute noch nicht treffen, die ersten Ergebnisse sind jedoch interessant.

Ein Review der Masaryk-Universität Brno (2022) fasste den damaligen Forschungsstand zu CBD bei Hunden und Pferden zusammen – mit dem klaren Fazit: Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend, methodisch hochwertigere Studien aber noch nötig. (1)

Studie im Fachjournal Animals (2020) beobachtete Hunde mit Gelenkbeschwerden unter CBD-Gabe und verzeichnete erste positive Beobachtungen – die Autoren selbst sehen die Ergebnisse als Ausgangspunkt für weiterführende Forschung. (2)

Untersuchung in Frontiers in Veterinary Science (2023) schaute sich das Verhalten von Hunden in belastenden Situationen nach einmaliger CBD-Gabe an – mit vorsichtig positiver Bewertung der Autoren. (3)

Kurz gesagt: Es ist Grundlagenforschung, keine bewiesene Wirkung. Bei gesundheitlichen Fragen bleibt der Tierarzt die erste Anlaufstelle.

CBD für Tiere: Erfahrungen von Tierhaltern bei Gewitter, Reisen und Silvester

Viele Tierhalter berichten online von persönlichen Erfahrungen mit CBD-Produkten für Tiere, etwa im Zusammenhang mit mehr Ruhe und Entspannung in belastenden Alltagssituationen wie Gewitter, Reisen, Autofahrten oder Silvester. Solche Erfahrungsberichte sind jedoch subjektiv und können von Tier zu Tier unterschiedlich ausfallen. Ob und in welcher Form ein Produkt für ein Tier geeignet ist, hängt stets vom Einzelfall ab.

Warum steht auf dem Etikett „Kosmetikum“?

Das klingt erstmal seltsam – ist aber keine Etikettierung, sondern EU-Recht. Die Novel-Food-Verordnung stuft CBD-Extrakte als neuartiges Lebensmittel ein, für das noch keine Zulassung als Futtermittelzusatz vorliegt. Seriöse Hersteller deklarieren ihre Produkte daher konsequent als Pflegemittel zur äußerlichen Anwendung – etwa auf Haut, Fell oder Pfotenballen. Beim Kauf sollte man auf diese Kennzeichnung und auf unabhängige Laboranalysen (Certificate of Analysis) achten.

Vollspektrum, Breitspektrum – was bedeutet das?

Beim Kauf begegnen einem schnell zwei Begriffe: Vollspektrum bedeutet, dass neben CBD weitere natürliche Pflanzenstoffe der Hanfpflanze erhalten bleiben – CBG, CBC und CBDv. Zusammen sollen sie den sogenannten Entourage-Effekt erzeugen, also sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen – wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt, aber viel diskutiert. Breitspektrum funktioniert ähnlich, nur wird THC dabei gezielt herausgefiltert – für Tierhalter, die auf der sicheren Seite bleiben möchten, eine wichtige Unterscheidung.

Unsere Empfehlung: PetLove CBD-Öl für Tiere

Hunde vertragen in der Regel die meisten CBD-Produkte gut – trotzdem lohnt es sich, auf die Basis zu achten. Das PetLove Bio Vollspektrum CBD Öl setzt auf Bio-Hanfsamenöl statt MCT, was es besonders hautverträglich macht. Drei Konzentrationen machen es flexibel einsetzbar – vom kleinen Chihuahua bis zum Großhund.

Katzen sind da anspruchsvoller. Ihr Stoffwechsel kann Terpene nicht effizient abbauen, weshalb viele handelsübliche CBD-Öle für sie ungeeignet sind. Das PetLove CBD Öl für Katzen ist bewusst terpenfrei formuliert – einer der wenigen Punkte, bei dem man beim Kauf wirklich genau hinschauen sollte.

Pferde sind große, sensible Tiere – und brauchen ein Produkt, das speziell auf sie zugeschnitten ist. Das PetLove Breitspektrum CBD Öl für Pferde ist THC-frei und in der Dosierung auf das Körpergewicht großer Tiere ausgelegt. Für Freizeitpferde, die ab und zu etwas Unterstützung brauchen, eine sinnvolle Option.

Wer ein hochwertiges CBD-Öl für Tiere sucht, kann sich über die PetLove-Produktlinie informieren. Alle Produkte sind nach Herstellerangaben bio-zertifiziert, laborgeprüft, per CO₂-Extraktion hergestellt und mit einer 60-Tage-Geld-zurück-Garantie erhältlich. Bitte konsultieren Sie vor der Anwendung stets Ihre Tierarztpraxis.

Fazit

CBD-Pflegeprodukte für Tiere sind kein Wundermittel – und seriöse Anbieter behaupten das auch nicht. Was sie bieten, ist ein äußerlich anzuwendendes Pflegeprodukt auf pflanzlicher Basis, dessen Inhaltsstoffe Gegenstand laufender Forschung sind. Wer solche Produkte in Betracht zieht, sollte auf Bio-Zertifizierung, unabhängige Laboranalysen und transparente Kennzeichnung achten – und im Zweifel immer zuerst den Tierarzt fragen.

Wusstest du?

CBD beim Turnierpferd? Finger weg! Die Reiterverbände FEI und FN haben CBD für Sportpferde auf die Verbotsliste gesetzt. Für Freizeitpferde gilt diese Einschränkung nicht – tierärztlicher Rat ist trotzdem empfehlenswert.

Warum MCT-Öl bei hochdosierten CBD-Ölen? CBD ist in Reinform ein Feststoff und neigt in hohen Konzentrationen zur Kristallisation. MCT-Öl verhindert das zuverlässig. Hanfsamenöl ist zwar reicher an Fettsäuren, bei sehr starken Ölen aber weniger stabil.

CBD für Katzen – auf „terpenfrei“ achten! Katzen können bestimmte Terpene schlechter abbauen als Hunde – das kann zu Unverträglichkeiten führen. Beim Kauf unbedingt auf die Kennzeichnung „terpenfrei“ achten und die Tierarztpraxis einbeziehen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Alle genannten Produkte sind kosmetische Pflegeprodukte zur äußerlichen Anwendung. Sie sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen, zu lindern oder zu verhüten.

Quellenhinweise

(1) Landa et al. (2022): Veterinarni Medicina. www.agriculturejournals.cz/pdfs/vet/2022/09/01.pdf

(2) Brioschi et al. (2020): Animals. www.mdpi.com/2076-2615/10/9/1505

(3) Hunt et al. (2023): Frontiers in Veterinary Science. www.pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36908527